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Grundlagentexte

Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 22:38 Uhr

Die Sommerpause ist zu Ende, Ramadan ist vorbei und die großen Anti-Nazi Proteste, liegen hinter uns. Wir wollen uns nun wieder voll der Kampagnenarbeit widmen. Ein Sommer in dem die antimuslimische Hetze ihren vorläufigen Höhepunkt im Massaker von Oslo gefunden hat, was uns gezeigt hat, dass wir mit der Kampagne genau richtig liegen und die weitere politische Arbeit in dem Bereich absolut notwendig ist. Eine große Motivation für unsere Arbeit waren die Anti-Nazi Proteste in Dortmund 3. September. Ist es doch gelungen mit fast 10000 Menschen die Pläne der Nazis kräftig zu durchkreuzen. Die Proteste zeigen aber auch, gerade am Beispiel Dortmund, dass eine langfristige, nachhaltige politische Arbeit von Nöten ist. Haben doch die Nazis allein in den letzten Wochen 16 Anschläge gegen Aktivisten begangen.

Weiterlesen: Einladung für ein Arbeitstreffen der Initiative DEMOKRATIE STATT INTEGRATION!

 
 

Montag, den 18. Juli 2011 um 21:54 Uhr

Unter dem Kampagnenmotto „Eure Hetze kotzt uns an – Gegen Armut, Krieg und antimuslimische Hetze“ hatte die Initiative am Freitag zur Auftaktveranstaltung in das Internationale Zentrum der VHS Duisburg am Innenhafen eingeladen. Gekommen waren mehr als 120 Personen, mehrheitlich jüngere muslimische Frauen, aber auch viele andere Personen unterschiedlichsten Alters.

„Wer hat Angst vorm Kopftuchmädchen?“ und wie stellen sich die Hintergründe von Islamfeindlichkeit dar. Welche Ziele verfolgen die Vertreter der antimuslimischen Rassismus, war die Fragestellung des Abends.

Weiterlesen: Erfolgreicher Kampagnenstart der "Initiative Demokratie statt Integration“!

 
 

Montag, den 04. Juli 2011 um 03:55 Uhr

In Gedenken, Wut und Empörung über den grausamen Mord an Marwa El-Sherbini, welche am 1. Juli 2009 in Dresden erstochen wurde, möchten wir den Abend nutzen um über die gesellschaftlichen Hintergründe und politischen Entwicklungen in der BRD zu diskutieren, welche diesen Fall begleiteten und sich seitdem weiter zugespitzt haben. Gestalten wie Thilo Sarrazin, Alice Schwarzer und etliche andere Personen aus der sogenannten gesellschaftlichen Mitte haben seit 2009 die Diskussion um Integration, Islam und „Leitkultur“ maßgeblich befeuert und der Debatte ihre Maske abgenommen. Unverblümt ist es nun möglich, offen rassistisch und chauvinistisch das auszudrücken, was ideologisch seit langem vorbereitet wurde.

Weiterlesen: Wer hat Angst vorm Kopftuchmädchen? Veranstaltung zu Islamfeindlichkeit

 
 

Freitag, den 01. Juli 2011 um 00:00 Uhr

Mit dem heutigen Tag jährt sich der gewaltsame Tod von Marwa El-Sherbini zum zweiten Mal. Diesen Tag haben wir ausgewählt um unsere „ Initiative Demokratie statt Integration“ ins Leben zu rufen. Mit unserem Projekt wollen wir zukünftig gegen Armut, Krieg und antimuslimische Hetze in Duisburg aktiv werden. In Anlehnung an das Netzwerk kritischer Migrations- und Grenzregimeforschung, welches sich u.a. mit der Diskussion um Demokratie, Integration und Teilhabe beschäftigt, haben wir unserer Initiative ihren Namen gegeben.

"18 Stiche wegen eines Kopftuchs"
Marwa El-Sherbini, eine junge, schwangere Ägypterin wurde vor einem deutschen Gericht erstochen. Vor den Augen des Gerichts, ihres Mannes und ihres dreijährigen Jungen konnte der Täter mit 18 Messerstichen Marwa töten. Ein Versuch ihres Mannes, ihr zur Hilfe zu kommen, wurde durch den Schuss eines Polizisten unterbunden. Wie es zu dieser grausamen Tat kommen konnte ist bis heute nicht hinreichend geklärt worden, offene Fragen und Widersprüche sind geblieben. Alle Versuche, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen wurden von Seiten der Staatsanwaltschaft mit Gegenklagen überzogen und zu harten Strafen verurteilt.
Eine kritische Öffentlichkeit ist weitestgehend verhindert worden, der „bedauerliche Fall“ wurde zu den Akten gelegt. Eine junge Muslima hat mit ihrem Leben bezahlt, weil sie grob rassistisch diskriminiert worden war und von ihrem Recht Gebrauch gemacht hat, dieses juristisch zur Anklage zu bringen. Der Tod von Marwa ist Ausdruck einer zunehmenden islamfeindlichen Stimmungsmache europaweit.
Wir wollen dieser nicht hinzunehmenden Entwicklung lokal für Duisburg entschieden entgegentreten. Darüber hinaus wollen wir uns mit ähnlich arbeitenden Gruppen, Initiativen und Projekten vernetzen und zusammenarbeiten, um eine konkrete politische Praxis zu entwickeln. Wir wollen effektiv der Feindbildkonstruktion „Moslem“ durch unsere politische Arbeit eine entschiedene Absage erteilen.

Gemeinsam sind wir stärker
Nicht erst seit Thilo Sarrazin und seinen menschenverachtenden Thesen, hat die antimuslimische Hetze und die leidlichen Diskussionen um “Integrationsverweigerer“ und „Sozialschmarotzer“ einen Platz in der Gesellschaft gefunden. Eine neue Form von Rassismus ist salonfähig geworden. Umso wichtiger, dass in vielen Bereichen neue Diskussionen angestoßen werden und eine Politik entwickelt wird, die die Zusammenhänge erkennt und ihre Ursachen demaskiert. Eine Politik gilt es zu entwickeln, die über eine Gegnerschaft zur rechtspopulistischen Entwicklung weit hinaus geht.
Wir wollen gemeinsam eine neue Politik entwickeln gegen den Abbau von Grundrechten und für eine echte gesellschaftliche Teilhabe ohne religiöse, soziale und rassistische Ausgrenzung. Nehmen wir unsere Geschicke selbst in die Hand!